Kath. Kirchengemeinde

 

 

                         Geschichte der Elisabethkirche     

 

Mit dem Erwerb von Grundstücken Ecke Warendorfer Straße / Bürgermeister-Corneli-Ring wurde 1955 der Grundstock  für die neue Pfarrgemeinde gelegt. Der damalige Pfarrer von St. Marien Ignaz Overlack war ein unermüdlicher Förderer der Neugründung. Als Grenzen zu Marien wurde die Straßenmitte der Spilbrinkstraße und des Westkamps festgelegt. Nach dem Bau eines Kindergartens wurde 1965 mit dem Bau der Kirche begonnen. Die Pläne fertigte der Ahlener Architekt Hermann Leifeld.

 

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            Der Bau der Kirche
 

 

     1964 1. Modell der Kirche Außenansicht Grundriss überarbeitetes Modell
 

 

    1965 März - Baugelände 1965 April - Beginn der Bauarbeiten 1965 September
 

 

1965 November

 1965  19.11.-Grundsteinlegung

1966 Juli  1966 Oktober
 

 

     1966 Benediktion der Kirche

 - 1. hl. Messe 19.11.

1967 Januar Bau des Turmes 1967 Weihe der Kirche durch Bischof Dr. Josef Höffner 30.9.
 

 

 Am Tag der Kirchweih
 

 

Januar 1967  

 

Der Innenraum

 

 

Der Kirchenraum Elisabeth
 

 

Taufbrunnen Kreuzwegstation Schmerzhafte Mutter Marienfigur

Die Kirchenfenster

Die Glasfenster gestaltete der Künstler Franz Pauli aus Dansweiler bei Köln in Beton. Erstellt wurden sie in der Glaswerkstatt Dr. H. Oidtmann in Linnich.

       Die Schöpfung 

Oben, aus einem gold‑gelben Lichtkreis, tritt eine angedeutete helle Hand hervor ‑ durchsichtig, glasklar.

Vielleicht lässt sich ein Zeigefinger erkennen, der Leben benennt, der Richtungen weist, von dem Kraft ausgeht. Von je her haben Menschen daran geglaubt, dass alles, was wir sehen, fühlen und riechen können, durch Gott so geworden ist.

Die braune Kugel darunter könnte unsere Erde darstellen; viele Glassteine stehen in Beziehung zu ihr, deuten die Sterne an, dazu gehören Sonne und Mond.

Darunter das Meer, angedeutet in Wellen. Der rote Farbenhauch des Schöpfungsgeistes schwebt gleichsam über den Wassern .

Links sehen wir eine große Ähre, Abbild für die Pflanzenwelt.

Ganz unten im Fenster ist ein Atommolekül angedeutet, Zeichen dafür, dass Gott im großen Weltall ist ‑ unerforschlich im Makrokosmos ‑ und in der kleinsten Zelle, die wir nicht mehr ausleuchten können ‑ unbegreiflich im Mikrokosmos.

Die große viereckige Spirale im Bild rührt das goldene Rund an, so dass Begegnung wird zwischen dem ganz anderen und denen, die unterwegs sind. Wie in einer Spirale geht es mit unserer Entwicklung weiter.

Wie in einer Spirale geht ER mit uns: Er hat uns aus dem Blau des Wassers gezogen, er führt uns auch in das Gold der Vollendung.

Vom Anfang bis zum Ende, der Weg hat ein Ziel. Durchsichtig klar bahnt er sich einen Weg durch die vielfältige Welt ‑ und immer ist es Gott, der alles umgibt

 

    Tod und Auferstehung 

Um den Weg des Verstehens mitzugehen, fangen wir mit dem Betrachten unten im Fensterbild an.

Eine angedeutete Dornenkrone und Marterwerkzeuge ‑ die durchsichtige Zange, die blutroten Nägel und Geißel, sie umrahmen das Kreuz. Wie überdimensionale Tränen hängen die blau gefärbten Tropfen an den Wundstellen des Kreuzes.

Alles deutet auf Jesus hin. Er hat sich herabgelassen, bis er 'ganz unten' war. Er hat quer zur damaligen Gesellschaft gelebt, mit seiner Einstellung und mit seinem Handeln.

Mit seinem Gutsein hat er die Menschen herausgefordert und sie zur Entscheidung gezwungen: entweder steht ihr zu mir oder ihr seid gegen mich! und sie brachten ihn um.

In der Mitte des Bildes sehen wir einen golden‑gelben Kelch, oder könnte damit ein Tisch angedeutet sein?

Seit Jesus kennen Christen das Sakrament des Teilens. Sie feiern das Geheimnis des Glaubens immer dann, wenn sie das alltägliche Brot brechen und davon weitergeben.

Sieben rote Strahlen gehen von diesem Gold‑Gelb aus; sieben Sakramente feiern wir und knüpfen dabei an Grunderfahrungen unseres Lebens an.

Oben im Bild geschieht, wie eine Explosion aus dem Nichts, die Auferstehung.

Der feste Rahmen wird gesprengt, das Blau wird aufgebrochen, das Licht bricht sich eigene Bahnen.

Wie die Auferstehung damals geschehen ist, wissen wir nicht; diese Einmaligkeit bleibt für uns ein Geheimnis. Wir wissen nur eines: auch bei den Jüngern hat Seine Auferstehung den 'alltäglichen Rahmen des Fassbaren' gesprengt. Ihr Leben wurde aufgebrochen. Der Glaube an den Auferstandenen brach sich einen Weg durch die Geschichte, bis er Dich und mich erreichte.

              Pfingsten

Leuchtendes Rot zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Der Blick wird nach oben gezogen dorthin, wo drei große Flammen geordnet nebeneinander stehen und sich in der Spitze als ein Flammengebinde bündeln.

Dort oben, aus dem Kreis des göttlichen Hell, tritt ein Mensch hervor. Flammenwerfer Gottes, Christus, der kam, "um Feuer auf die Erde zu werfen," und wie sehr wünschte er, dass es schon brenne (vgl. Lk. 12,49).

Ein Flammenmeer fällt herab. Es verteilt sich und nimmt Raum ein, dringt ein in unsere Geschichte und in Beziehungen.

Heiligster Geist, spürbare und unsichtbare Liebesenergie Gottes, die jedes Herz entzündet!

Heiligster Geist senkt sich herab auf diese Erde, züngelt sich durch blauschwarze Nächte menschlichen Leides, bis er den Tiefpunkt ‑ wie im Fensterbild ‑ erreicht hat. Heiligster Geist teilt sich aus, mit anderen Namen, in anderen Farben. Rote Flammen, weiße Flammen, unkenntlich gemacht als geweinte Träne das einsame Blau im linken Bildteil.

Heiliger Geist Gottes, wir haben Dich festgelegt, "wie ist Deine Name?"

Die Rotfülle ist eingespannt in das Blau des Himmels und der Erde. Von unten nach oben durchziehen Leitersprossen und Bausteine das Bild. Dynamik, Bewegung! Fließen von oben nach unten wie Tropfen; stufenweises Erringen von unten nach oben; das menschliche Leben als "Jakobsleiter".

Du Heiliger Geist Gottes! Entzünde in Deiner Kirche das Feuer der Liebe und ihr Ansehen wird sich erneuern!

 

      Das himmlische Jerusalem

Ganz oben im Giebel in der Mitte des Glasbandes, oberhalb der Orgel ist in warmer, gold‑gelber Farbe das Auge Gottes angedeutet. Vollendung, Obersicht, "er wird in ihrer Mitte wohnen", sagt die Geheime Offenbarung der Bibel.

Von dieser Fenstermitte ausgehend streuen sich die hellen Farben nach rechts und links in die Fenster. Sie ordnen sich zu neuen Formen. So sehen wir im rechten  Fenster das "Neue Jerusalem", die Stadt des ewigen Friedens.

In ihrer Mitte, umgeben von Glasperlen, das Lamm, Symbol für Christus. Der Betrachter wird sich daran erinnern müssen, wenn er beim Verlassen der Kirche dieses Fenster von außen betrachtet: in der zementierten Raute ist ein Lamm abgebildet.

Noch bewegen wir uns auf der Erde, noch leben wir nicht im himmlischen Jerusalem, wir sind erst unterwegs zum Endgültigen.

Und so wenden wir uns den Fenstern wieder vom Kircheninneren her zu: Perlen umgeben das Lamm. Gemeinden sind wie Peilen, kostbar und einzigartig. Tore und Türme weisen auf die Zuordnung hin.

 "Alles ist ihm unterworfen". Es wird nur ein Reich geben; die Geschichte hat ihre Vollendung gefunden.

   Das Ende aller Tage

Die sparsame Farbgebung im Fenster mag darauf hinweisen, dass letztlich vor Gott einmal alles durchsichtig wird.

Seinem Auge ist zu trauen, in goldgelber Farbe führt es uns wie eine Brücke herüber in die andere Bildhälfte.

Erfüllte Lebensgeschichte, sei sie kosmisch oder individuell. Erfüllung all dessen, was unter Tränen ersehnt wurde: die Lebensspirale ist vergoldet, hat den Farbton Gottes angenommen. Die Ernte ist reif, golden stehen die Ähren, und es ist die Zeit des Gerichtes.

Die Waage im Fensterbild ist eingetaucht in Gold. Gott, der Barmherzige, wird abwägen, was unsere menschliche Geschichte belastet hat.

Einmal wird Gerechtigkeit sein; einmal wird Recht gesprochen. Und die Vision wird sich erfüllen, die der Seher von Patmos einst schaute:

 "Der auf dem Throne saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!" (Offb.  21,5)

Pfarrer

Im Jahre 1970 wurde das Pfarrrektorat zur selbständigen Pfarre erhoben. Erster Pfarrer wurde Bernhard Cramer, sein Nachfolger  Günter Gramatke.

 

 

Bernhard Cramer 1970 -1979

 

     

Einführung G. Gramatke - 25.5.1979

 

Willi Stroband

 Pfarrverwalter seit Dez. 2010

 

 

               

                          Chronik St. Elisabeth

 

        1962

Der Kindergarten St. Elisabeth wird gebaut

07.02.63

Kaplan Bernhard Kramer von St. Marien erhält den Auftrag den neuen Seelsorgebezirk im Norden Ahlens zu übernehmen

08.04.65

Baubeginn der neuen Kirche

19.11.65

Grundsteinlegung durch Pastor Overlack, St. Marien

30.09.67

Benediktion durch Dechant Overlack

01.01.70

Konsekration durch Bischof Höffner

20.01.70

Bernhard Kramer wird zum Pfarrer ernannt

1971

provisorisches Pfarrheim (Holzhaus) wird gebaut

1974

Erweiterung des provisorischen Pfarrheims

1977

Bau des Pfarrhauses

01.79

Pfarrer Bernhard Kramer übernimmt die Krankenhausseelsorge im St. Rochus-Hospital, Telgte.

25.05.79

Kaplan Günter Gramatke wird als neuer Pfarrer in sein Amt eingeführt.

27.10.83

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand beschließen, eine Pfeifenorgel für die Kirche anzuschaffen.

24.11.85

Patronatsfest - Die neue Orgel wird eingeweiht.

30.04.89

Einweihung des neuen Pfarrheims

07.95

Renovierung des Kirchplatzbrunnens

14.06.97

Erstes ökumenisches Sommerfest in "Beumers Wiese"

      2002

 

      Bildung einer Pfarreiengemeinschaft mit St. Marien und St. Pankratius

 

      2009

 

 

       Fusion St. Elisabeth / St. Marien                                          <